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“Pestizide & Alternativen” - App zur Unterstützung für die Reduzierung des Pestizideinsatzes und der damit verbundenen Risiken

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Informationen im Überblick 

Projektart:

Technologie, Werkzeugentwicklung

Ort:

Weltweit mit Fokus auf Brasilien, Indien, Kenia, Kolumbien und Mexiko

Landwirtschaftliche Kulturpflanzen:

Hauptkulturpflanzen in den fünf Pilotländern, zusätzlich zu Baumplantagen

Durchführungszeit:

Februar 2018 bis Februar 2019

Begünstigte:

Techniker (Agronomen), die landwirtschaftliche Farmen, Wälder und Vereine bei der Entscheidung über den Einsatz von Pestiziden unterstützen und mit Mitgliedern der IPM-Coalition (Koalition für Integrierten Pflanzenschutz) zusammenarbeiten.

Teilhabende Organisationen:

Das Integrated Plant Protection Center (OSU-IPPC) der Oregon State University, CABI (CAB International) und die Mitglieder der IPM-Coalition: Better Cotton Initiative, Bonsucro, Fairtrade, Forest Stewardship Council, GEO Foundation, Global Coffee Platform, Rainforest Alliance und RSB.

Spender/Geldgeber:

ISEAL Innovations Fund mit Unterstütung von Swiss SECO

 

Über das Projekt

Das SAN ist Mitglied der IPM-Coalition, einer Gruppe von Organisationen, die sich weltweit für die Verbesserung der land- und forstwirtschaftlichen Praktiken im Zusammenhang mit dem Einsatz von Pestiziden engagieren. Dieses Projekt dient u. a. der Unterstützung bei der Erweiterung der bestehenden Koalitionsdatenbank.

Die "Pestizide & Alternativen"-App ist ein Produkt, dessen Ziel es ist, den Einsatz und die Risiken von Pestiziden deutlich zu reduzieren. Denn die Erfahrungen von OSU-IPPC, vom SAN und der IPM-Coalition haben gezeigt, dass Schädlinge, die Kulturpflanzen, Gräser und Bäume befallen und schwächen, selten mit den geringsttoxischen chemischen Mitteln oder auf der Grundlage einer integrierten Schädlingsmanagementplanung bekämpft werden.

Der Einsatz von hochgefährlichen Pestiziden (HHPs) ist weit verbreitet. Die Anwender von Pestiziden – die in der Regel in ländlichen Gebieten ohne Internetzugang leben oder arbeiten – werden selten umfassend und aus unabhängigen Quellen über die Toxizität von Pestiziden informiert. Die Anwender von Pestiziden (einschließlich landwirtschaftlicher Farmer, Agroforstbetreiber oder Waldbewirtschaftern, die von IPM-Coalition-Mitgliedern überprüft werden) erhalten oft Informationen über die Schädlingsbekämpfung nur von Unternehmen der agrochemischen Industrie. Die Kommunikation ist folglich begleitet von mangelnder Transparenz über die gesamte Bandbreite der Risiken und Gefahren der Produkte. Darüber hinaus sind sich die Anwender von Pestiziden selten der weniger giftigen Alternativen zur Schädlingsbekämpfung bewusst.

Aus diesem Grund ist die Nutzung von Technologien zur Verbesserung des Zugangs zu Informationen über die Giftigkeit, den auferlegten Beschränkungen oder Verboten von Nachhaltigkeitsstandards und die verfügbaren registrierten Alternativen für hochgefährliche Pestizide von entscheidender Bedeutung, um den technischen Entscheidungsträgern von landwirtschaftlichen Farmen, Agroforst- und Forstbetrieben eine Schädlingsbekämpfung mit weniger negativen Umweltauswirkungen zu ermöglichen.

Im Projekt ist eine mobile Anwendung entwickelt worden, die auf der Pestizid-Datenbank der IPM-Coalition aufbaut. Die Informationen sind online und offline, auf Englisch, Spanisch und Portugiesisch verfügbar. Dazu gehören Informationen über weniger giftige Pflanzenschutzmittelalternativen, die in Brasilien, Indien, Kenia, Kolumbien und Mexiko registriert sind.

Training und Pilotversuche vor Ort sind einige der im Projekt enthaltenen Maßnahmen.

Ergebnisse

Das Projekt ist darauf ausgerichtet, einen geringeren Einsatz hochgefährlicher Pestizide in der Land- und Forstwirtschaft im Einflussbereich der IPM-Coalition-Mitglieder zu erreichen, indem der Zugang zu einem umfassenden Informationspaket über die Giftigkeit von Pestiziden und weniger toxischen nicht-chemischen Pestizidalternativen ermöglicht wird.

Toxizitätsprofile von verwendeten Pestiziden sowie weniger toxische Alternativen, die in Brasilien, Indien, Kolumbien, Kenia und Mexiko registriert sind, können von Technikern in ihren Ländern effektiv als Entscheidungshilfe über weniger toxische Alternativen zur  Bekämpfung von Schädlingen genutzt werden.

 
 
 
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