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SAN-Nestlé Partnerschaft für die verantwortungsvolle Beschaffung von Gemüsen

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Informationen im Überblick 

Projektart:

Verantwortungsvolle Beschaffung, Rückverfolgbarkeit, Transparenz, gute landwirtschaftliche Praktiken

Ort:

Länder der Europäischen Union, in Asien und Lateinamerika.

Landwirtschaftliche Kulturpflanzen:

Verschiedene Gemüsesorten und Kräuter wie Tomaten, Zwiebeln, Karotten, Spinat, Paprika und Petersilie.

Durchführungszeit:

Juni 2018 bis Juni 2020

 Begünstigte:

Farmen, Verarbeiter und Lieferanten von Nestlé

Partner:

Fundación Global Nature (FGN)  

Initiator/Geldgeber:

Nestlé

 

 

Über das Projekt

Das Programm von Nestlé für verantwortungsvolle Beschaffung von Gemüsen und Kräutern zielt darauf ab, die Einhaltung ethischer Standards zu gewährleisten und die Auswirkungen landwirtschaftlicher Praktiken auf die Umwelt innerhalb der Lieferkette für verarbeitetes Gemüse zu reduzieren.

SAN und Fundación Global Nature (FGN) sind die strategischen Partner von Nestlé für die Durchführung des Programms und die Folgemaßnahmen mit allen beteiligten Lieferanten und Verarbeitern.

Das Programm besteht aus drei Hauptkomponenten:

1. Rückverfolgbarkeit: SAN führt verschiedene Schreibtisch- und Vor-Ort-Audits und -Analysen durch, um grundlegende Informationen zu generieren und zu gewichten.
Im Fokus stehen die Nestlé-Lieferanten und -verarbeiter. Die Lieferkette soll vollständig kartiert und so die Transparenz der Produktherkunft verbessert werden. Es muss sichergestellt werden, dass Lieferketten bis zur Herkunft von Rohwaren rückverfolgbar sind. Zu den gesammelten Informationen gehören das Erfassen vorhandener Unterstützungssysteme und ihrer Funktionsweisen, der Rückverfolgbarkeitsleistung der einzelnen Betriebe und der Dokumentation rechtlicher Beziehungen zu den Betrieben. Zudem werden grundlegende Informationen über alle involvierten Landwirte erfasst und welche anerkannten externen Zertifizierungs- oder Verifizierungssysteme genutzt werden.

2. Einhaltungspflicht/Compliance: Betriebe und Lieferanten sind dazu verpflichtet, ihre Handlungsweise in Übereinstimmung mit ethischen Standards mittels Leistungs- und Konformitätsnachweisen zu belegen (ob durch Zertifizierung oder Verifizierung). Diese müssen auf den Farmen von Dritten und von Verarbeitern innerhalb ihrer Lieferkette durchgeführt werden. Dies ist die Grundlage des Programms, um sicherzustellen, dass internationale ethische Standards in allen Betrieben und Verarbeitungsunternehmen innerhalb der Lieferketten eingehalten werden.  

3. Gemeinsame Wertschöpfung (CSV)*: Diese freiwillige Säule des Programms wird die Arbeit mit Verarbeitern unterstützen, die bereit sind, über die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften hinauszugehen und negative Auswirkungen auf die Umwelt durch landwirtschaftliche Praxis weiter zu reduzieren. Die an der CSV-Säule beteiligten Lieferanten sind verpflichtet, ein Artenschutzprogramm umzusetzen und die Landwirte bei der Umsetzung neuer guter agarischer Praktiken zu unterstützen. Die Verarbeiter bestimmen mit, welche Hot Spots im Fokus stehen sollen. Ziel ist, die vordringlichsten Probleme in den jeweiligen Herkunftsregionen zu adressieren. SAN und FGN entwickeln die Leitlinien und unterstützen die an der CSV-Säule beteiligten Verarbeiter.

* Creating Shared Value

Das Programm umfasst Lieferanten und Verarbeiter, die von über 10.000 Farmen in Ägypten, Belgien, Chile, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Peru, Polen, Portugal, Serbien, Spanien und der Ukraine beliefert werden.

 

Ergebnisse

Die Hauptziele der SAN-FGN- und Nestlé-Partnerschaft für die verantwortungsvolle Beschaffung von Gemüsesorten und Kräutern sind die Gewährleistung der Transparenz in der Lieferkette und die Sicherstellung, dass ethische Standards eingehalten werden. Es müssen Maßnahmen über das "business as usual" hinaus definiert und umgesetzt werden, die dazu beitragen, die Artenvielfalt auf der Farm und im Umfeld des Farmlandes zu erhalten sowie die Bodenqualität zu verbessern, den Wasserverbrauch zu optimieren, Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch zu reduzieren und die negativen Auswirkungen von Nährstoffeinträgen, Agrochemikaliennutzung und Abfällen zu minimieren.